Pressbaum

So wie viele andere Orte im Wienerwald entstand auch Pressbaum aus den zerstreuten Waldhütten der sogenannten „Duckhüttler“ (auch Tukhüttler, Tückhüttler oder nur Hüttler), Holzarbeitern, die vom kaiserlichen Waldamt in Purkersdorf im Inneren des Wienerwaldes angesiedelt wurden.
Die frühesten urkundlichen Nennungen von zum Teil schon bewohnten Pressbaumer Ortsteilen stammen aus dem 16. Jahrhundert. „Pressbaum„ selbst wird erstmals 1674 im Forstbuch des Wienerwaldes genannt. Noch bis 1860 finden sich fürden Ort auch die Bezeichnungen „Donnerin“, „Thonerin“ oder „Tannerin“ und „am Taferl“. Diese Namen stammen von den beiden Wirtshäusern an der Straße zwischen Purkersdorf und Neulengbach. Der östliche Ortsteil hieß „am Taferl„ oder „Täferl“ (Bezeichnung für ein Heiligenbild, vgl.“Maria Taferl‚).
Er wird erstmals 1672 so genannt. Das bis heute in seinen altertümlichen Bauformen bestehende Wirtshaus hieß bis 1996 „Am Taferl“ (heute „Pizzeria Danijele“, Hauptstraße 11). Der westliche Ortsteil am Eingang in die Pfalzau scheint erstmals 1686 als „bei der Thonerin“ auf. Hier hatte sich 1676 der Förster Paul Thoner (auch Tanner) eine Hütte erbaut, die bereits 1679 als „leutqebend“ ( – ausschenkend) erwähnt wird (heute Lindenhof, Hauptstraße 99).

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